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Stand: 05.08.2026

RKI-Wochenbericht KW 29: 9.800 hitzebedingte Sterbefälle im bisherigen Jahr 2026

Wahr

Link Beschreibung

Der Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts zur hitzebedingten Mortalität vom 30. Juli 2026 deckt die Kalenderwoche 29 (13. bis 19. Juli 2026) ab und beziffert die hitzebedingten Sterbefälle für das bisherige Jahr 2026 auf rund 9.800, mit einem 95-Prozent-Prädiktionsintervall von 8.700 bis 10.900. Das entspricht etwa 11,8 Sterbefällen pro 100.000 Einwohner. Die Altersverteilung: 5.420 Fälle entfallen auf Menschen ab 85 Jahren (167,4 pro 100.000, die mit Abstand höchste Rate), 2.460 auf die 75- bis 84-Jährigen, 1.260 auf die 65- bis 74-Jährigen und 630 auf Menschen unter 65.

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Gegenüber dem Bericht für die Kalenderwoche 27 (6.830 Fälle) ist die Jahressumme binnen zwei Berichtswochen um rund 3.000 Fälle gestiegen. Damit liegt 2026 nicht mehr nur auf dem Niveau der bisherigen Rekordjahre 2018 und 2019 mit jeweils rund 7.000 Fällen, sondern deutlich darüber, und das bereits Mitte Juli, also vor dem Ende des Sommers.

Die Zahl ist wie alle RKI-Werte zur Hitzemortalität eine Modellschätzung mit ausgewiesenem Unsicherheitsintervall, keine Auszählung von Totenscheinen. Sie misst die Jahressumme; die separat berichtete Schätzung von rund 5.100 Fällen für die Hitzeperiode Ende Juni (Wochenbericht vom 9. Juli) bleibt davon unberührt, beide Werte messen unterschiedliche Zeiträume. Mehr als vier Fünftel der Fälle entfallen weiterhin auf Menschen ab 75 Jahren, mehr als die Hälfte auf Menschen ab 85.

Fazit

Methodisch transparente Primärquelle mit ausgewiesenem Schätzintervall. Mit rund 9.800 hitzebedingten Sterbefällen bis Mitte Juli übertrifft 2026 die bisherigen Rekordjahre 2018 und 2019 deutlich und ist der neue Referenzwert für alle laufenden Debatten um Hitzeschutz und Hitzetote.

Verwendungen

Faktenchecks

Lagerfeuer