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Annalisa Manera

Annalisa Manera ist Professorin für Nukleare Systeme und Mehrphasenströmung an der ETH Zürich und eine prominente Fürsprecherin der Kernenergie.

Bildquelle: ©University of Michigan, Nuclear Engineering & Radiological Sciences (ners.engin.umich.edu)
Bildquelle: ©University of Michigan, Nuclear Engineering & Radiological Sciences (ners.engin.umich.edu)

Über die Quelle

Annalisa Manera ist seit Juli 2021 Professorin für Nukleare Systeme und Mehrphasenströmung an der ETH Zürich, wo sie das Laboratory of Nuclear Safety and Multiphase Flows leitet. Zuvor war sie von 2011 bis 2021 Professorin am Department of Nuclear Engineering der University of Michigan und arbeitete unter anderem am Paul Scherrer Institut sowie an Forschungseinrichtungen in Deutschland und den Niederlanden. Sie hat einen M.Sc. in Nukleartechnik der Universität Pisa und promovierte an der TU Delft. Manera ist Fellow der American Nuclear Society.

In der Schweizer Energiedebatte tritt Manera als Fürsprecherin der Kernenergie auf. Im Juli 2025 kritisierte sie in einem Interview mit der SonntagsZeitung einen AKW-kritischen Bericht der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (Scnat) und stellte die vielzitierte Rechnung auf, mit den Subventionen für Windkraft ließe sich ein Kernkraftwerk "fast gratis" bauen.

Faktenfackel Bewertung

Manera ist eine fachlich ausgewiesene Nuklearwissenschaftlerin mit realer institutioneller Anbindung. Ihre öffentlichen Aussagen zur Energiepolitik sind jedoch klar von einer Pro-Kernkraft-Position geprägt und im Detail teils irreführend: Ihre "fast gratis"-Rechnung vermischt Erstellungs- und Laufzeitkosten und blendet die realen Stromgestehungskosten neuer Kernkraft aus (siehe zugehörigen Faktencheck).