Link Beschreibung
Forrest Valkai erklärt, dass man kein Museum braucht, um Artefakte der Evolution zu sehen, der eigene Körper trägt sie in sich.
Faktenfackel Bewertung
Einordnung
Vestigiale Strukturen, Überbleibsel früherer Evolutionsstadien, sind im menschlichen Körper wissenschaftlich gut dokumentiert. Britannica listet unter anderem den Blinddarm (Appendix), das Steißbein (Coccyx), die Plica semilunaris im Augenwinkel und den Palmaris-longus-Muskel im Unterarm auf. Der Palmaris longus fehlt bei 10-15 Prozent der Menschen ohne erkennbaren Funktionsverlust, er wird als Rudiment aus der Zeit gewertet, in der unsere Vorfahren auf Bäume kletterten, und wird routinemäßig für rekonstruktive Chirurgie entnommen. Gänsehaut (durch die Arrector-pili-Muskeln) ist ein vestigialer Reflex: Bei behaarten Vorfahren richtete er das Fell auf, um Feinde einzuschüchtern oder Wärme zu speichern, beim Menschen erfüllt er diese Funktion nicht mehr. Die UC Berkeley Evolution-Seite beschreibt vestigiale Strukturen als starke Belege für gemeinsame Abstammung. Valkais Kernaussage, dass der eigene Körper als lebendiges Evolutionsdokument lesbar ist, entspricht dem wissenschaftlichen Konsens.
Fazit
Die Existenz vestigialer Strukturen im menschlichen Körper ist ein gut belegtes Prinzip der Evolutionsbiologie. Valkai vermittelt dieses Konzept korrekt und anschaulich.
