Link Beschreibung
Forrest Valkai bedankt sich bei Dr. Miriam Belmaker (University of Tulsa) für die Leihgabe eines Homo erectus Schädels und erklärt, dass auch damals schon Mitgefühl existierte, denn der Schädel hat keine Zähne mehr, der Knochen ist aber verheilt. Also wurde er vom Stamm oder der Familie durchgefüttert, und das vor 1,5 Millionen Jahren.
Faktenfackel Bewertung
Einordnung
Der im Reel beschriebene Fund ist real und wissenschaftlich gut dokumentiert: Das Fossil D3444 aus Dmanisi, Georgien, gehört einem älteren männlichen Homo erectus, dem zu Lebzeiten fast alle Zähne ausfielen. Da die leeren Zahnfächer mit neuem Knochen verwachsen sind, überlebte er seinen Zahnverlust mindestens zwei Jahre. Das Smithsonian Human Origins Program bezeichnet den Fund als "some of the earliest known evidence for this kind of group care and compassion in the human fossil record." Der Schädel datiert auf etwa 1,77 Millionen Jahre, Valkai nennt im Reel "1,5 Millionen Jahre", was leicht ungenau ist. Die Schlussfolgerung, der Stammesverband habe den Zahnlosen versorgt, ist die plausibelste Erklärung, wird von Forschern aber als Interpretation eingestuft: Laut Scientific American warnten andere Experten, es sei ein Sprung, den Fund direkt als Beleg für Mitgefühl zu interpretieren. Dr. Miriam Belmaker ist tatsächlich Paläoanthropologin an der University of Tulsa und forscht zu Homo erectus und dem Dmanisi-Fundort, die Leihgabe ist plausibel. Das Originalpaper erschien 2005 in Nature.
Fazit
Die wissenschaftliche Kernaussage ist korrekt und gut belegt, ein zahnloser, überlebter Homo erectus aus Dmanisi gilt als frühester Hinweis auf soziale Fürsorge. Valkais Interpretation als Beweis für Mitgefühl ist nachvollziehbar, geht aber etwas über das hinaus, was die Forschung als gesichert einstuft; die Altersangabe "1,5 Millionen Jahre" ist leicht ungenau.
