Öko-Institut e.V.
Unabhängiges deutsches Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit und angewandte Ökologie, gegründet 1977, mit Sitz in Freiburg, Darmstadt und Berlin.

Das Öko-Institut e.V. ist ein 1977 gegründetes deutsches unabhängiges Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit und angewandte Ökologie mit Sitz in Freiburg und weiteren Standorten in Darmstadt und Berlin. Es berät Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in Klima-, Energie-, Rohstoff- und Mobilitätsfragen und ist unter anderem an europäischen Klimaschutz-Studien, Politikbewertungen und Life-Cycle-Analysen beteiligt.
Über die Quelle
Das Öko-Institut entstand 1977 aus der Anti-Atomkraft-Bewegung und ist als eingetragener Verein organisiert, dessen rund 2000 Mitglieder auch knapp 20 Kommunen umfassen. Mit etwa 216 Mitarbeitenden an den Standorten Freiburg, Darmstadt und Berlin zählt es zu den größten unabhängigen Umweltforschungsinstituten Deutschlands. Das Institut finanziert sich überwiegend aus Drittmittelprojekten für Ministerien, Behörden, die EU-Kommission und Stiftungen, ergänzt durch Mitgliedsbeiträge und Spenden; 2024 lag der Jahresumsatz bei rund 23,4 Millionen Euro. Arbeitsschwerpunkte sind Energie- und Klimaschutz, Atomtechnik, Produkt- und Ressourcenmanagement, nachhaltige Mobilität, Landwirtschaft und Umweltrecht mit jährlich mehr als 370 Projekten.
Im April 2023 geriet das Institut im Zuge der sogenannten "Trauzeugenaffäre" in die Kritik: Geschwister des damaligen Grünen-Staatssekretärs im Bundeswirtschaftsministerium, Patrick Graichen, waren beim Öko-Institut beschäftigt, während das Institut zugleich Aufträge aus dem von Graichen mitverantworteten Ministerium erhielt. Das Ministerium verwies auf eingehaltene Compliance-Verfahren bei der Auftragsvergabe; ein direkter Interessenkonflikt bei konkreten Vergaben wurde nicht nachgewiesen.
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Faktenfackel Bewertung
Das Öko-Institut ist ein etabliertes, seit fast 50 Jahren aktives wissenschaftliches Forschungsinstitut ohne staatliche Trägerschaft und ohne Industriebeteiligung. Es veröffentlicht regelmäßig in referierten Fachzeitschriften und wird von Behörden, EU-Institutionen und Wissenschaft als reputable Quelle für Energie- und Klimaforschung herangezogen. Die überwiegende Finanzierung über öffentliche Projektaufträge ist für gemeinnützige Politikberatungsinstitute üblich und wird transparent ausgewiesen; sie begründet keine grundsätzliche Verzerrung der Forschungsergebnisse. Die Trauzeugenaffäre 2023 betraf personelle Verflechtungen einzelner Mitarbeitender mit dem Ministerium, nicht die wissenschaftliche Methodik des Instituts, und wurde damals medial breit aufgearbeitet, ohne dass ein konkreter Interessenkonflikt bei Auftragsvergaben belegt wurde.
Fazit
Das Öko-Institut ist eine wissenschaftlich seriöse, unabhängige Quelle für Energie- und Klimapolitik-Forschung. Einzelne Studien sind wie bei jedem Forschungsinstitut im Einzelfall auf Methodik und Datengrundlage zu prüfen, es gibt aber keine belegten Hinweise auf systematische Verzerrung im Sinne einer Auftraggeberin.