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Stand: 10.03.2026

Dogwhistling und rechtsextreme Codes – Campact

Wahr

Link Beschreibung

Campact erklärt Dogwhistling: Neben Begriffen wie "Stadtbild" oder "Sozialtourismus" gehören auch rechtsextreme Zahlencodes wie "88" und Symbole wie "⚡" zu den versteckten Signalen, die in der rechtsextremen Szene verwendet werden.

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Die im Reel genannten Beispiele sind fachlich korrekt und durch Fachliteratur belegt:

88 als rechtsextremer Code: Die Zahl steht für den achten Buchstaben des Alphabets doppelt genommen (H-H) und ist eine Chiffre für den verbotenen Hitlergruß. Die Konrad-Adenauer-Stiftung, die GEW Thüringen und das Wikipedia-Lexikon zu rechtsextremen Symbolen und Zeichen dokumentieren diesen Code übereinstimmend.

"Stadtbild" als Dogwhistle: Der Begriff wurde laut Medienberichten unter anderem von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Kontext von Abschiebungen und von der AfD in Gelsenkirchen verwendet. Der Wikipedia-Artikel zu Hundepfeifen-Politik beschreibt den Mechanismus: bewusst nebulöse Formulierungen, die bei einer bestimmten Zielgruppe eine bestimmte Reaktion auslösen, während sie nach außen harmlos erscheinen.

"Sozialtourismus": Der Begriff wurde 2013 zum Unwort des Jahres gewählt. Laut Jury-Begründung wurde er von Politikern gezielt eingesetzt, um Stimmung gegen unerwünschte Zuwanderer aus Osteuropa zu machen.

Blitz-Emoji ⚡: Die Organisation Gesicht Zeigen dokumentiert die Verwendung von Emojis als rechtsextreme Codes im Internet, darunter das Blitz-Emoji als Anspielung auf die doppelte Sig-Rune der SS.

Gegenquellen

Fazit

Die im Campact-Reel dargestellten Informationen zu Dogwhistling und rechtsextremen Codes sind faktisch korrekt und durch wissenschaftliche und journalistische Quellen gut belegt. Die Darstellung ist sachlich und informativ, auch wenn Campact als politisch positionierte Organisation naturgemäß eine bestimmte Perspektive einnimmt.

Verwendungen

Lagerfeuer