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Tim Achtermeyer (Bündnis 90/Die Grünen) antwortet im NRW-Landtag auf eine AfD-Kollegin, die suggeriert hatte, der Islam sei das Problem. Er erzählt von seinem muslimischen Großvater, verteidigt dessen Lebensleistung und erklärt: Wer die Komplexität großer Probleme auf eine Personengruppe oder Religion reduziert, ist im Kern menschenfeindlich.
Das vollständige Video zur Rede beim Landtag NRW. Plenarprotokoll MMP18-73, Seite 34.
Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich habe mich gemeldet, weil die Kollegin Zacharias von der AfD suggeriert hat, der Islam sei das Problem.
Mein Opa kam in den 1960er-Jahren nach Deutschland. Er hat sich hier den Arsch abgearbeitet. Er hat eine Christin geheiratet, hat Kinder in die Welt gesetzt, hat dieses Land lieben gelernt und das Land ihn. Ich lasse es nicht zu, denn er war Moslem, dass Sie seine Lebensleistung und die von Millionen anderen in diesem Land derart diskreditieren.
— Beifall bei den Grünen und der CDU; vereinzelt bei der SPD
Wer die Komplexität von großen Problemen auf eine Personengruppe oder sogar eine Religion reduziert, der ist im Kern menschenfeindlich. Das ist das Problem. Da werde ich immer widersprechen und die Demokraten auch, egal, von wem es kommt, egal, ob es mittlerweile aus diesem Parlament von ganz rechts kommt. – Vielen Dank.
