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Fun Facts.

Von Künstlerinnen und Künstlern getragenes Nachrichtenformat, journalistisch begleitet von CORRECTIV

Bildquelle: ©Fun Facts.
Bildquelle: ©Fun Facts.

Fun Facts. ist ein deutsches Nachrichten- und Erklärformat, das am 23. Februar 2026 mit einer Premiere in Berlin startete und seit dem 2. März 2026 regelmäßig sendet. Nach eigener Beschreibung wird es "ohne Sender und ohne Konzern dahinter" von den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern selbst getragen, der Slogan lautet "witzig, wichtig, richtig". Rund 15-minütige Folgen werden vor Live-Publikum in Berlin, Hamburg, Halle, Köln, Leipzig und München aufgezeichnet und anschließend als Video und Podcast auf mehreren Plattformen veröffentlicht.

Als Hosts nennt die Übersicht auf funfacts.de unter anderem Anja Reschke, Marc-Uwe Kling, Hazel Brugger, Raúl Krauthausen, Arne Semsrott, Luisa Neubauer, Maja Göpel und Jean Peters. Die Hosts treten laut Eigenangabe unentgeltlich auf, rund 20 fest Angestellte und 120 freie Mitarbeitende hinter den Kulissen werden fair bezahlt. Getragen wird die Produktion von einer GmbH in Verantwortungseigentum, die nicht verkauft werden kann und deren Gesellschafter:innen keinen Gewinn entnehmen dürfen. Geschäftsführer ist Robin Elias Alef, früherer bundesweiter Sprecher von Fridays for Future Deutschland. Finanziert wird das Format über Ticketverkäufe der Live-Shows, Merchandise und eine unterstützende Community statt über Werbung.

Neben den Videos betreibt das Projekt einen Newsletter und einen Shop; auf der Webseite gibt es eine eigene Quellen-Rubrik zu den einzelnen Beiträgen.

Über die Quelle

Fun Facts. ist journalistisch keine unabhängige Redaktion im klassischen Sinne, sondern ein Kooperationsprojekt: Laut CORRECTIV entstehen "Recherche und journalistische Einordnung ... in Kooperation mit CORRECTIV" (CORRECTIV: Fun Facts feiert Weltpremiere in Berlin (24. Februar 2026)). CORRECTIV liefert demnach die journalistische Rahmung der Skripte und stellt seine Community-Software "beabee" für die Mitgliederverwaltung bereit. Das erklärt auch, warum einzelne Folgen von CORRECTIV-Reporterinnen und -Reportern wie Jean Peters moderiert werden und inhaltlich eng an laufende CORRECTIV-Recherchen (etwa zu den Firmen der AfD) anschließen.

Politisch ist das Format klar links-progressiv positioniert: Zahlreiche Hosts sind mit Klimabewegung, Anti-Rechtsextremismus-Bündnissen ("Zusammen gegen Rechts", "Wir sind die Brandmauer") oder Transparenz-Aktivismus verbunden, und die Machart ist explizit satirisch-pointiert. Das schließt eine belastbare Faktenbasis nicht aus, weil die inhaltliche Recherche über CORRECTIV läuft. Themenauswahl und Bewertung folgen aber einer klaren Linie gegen die AfD und angrenzende Themen, und die Pointe eines Beitrags ist nicht automatisch so gut belegt wie die Fakten, auf denen sie aufbaut. Unabhängige Reichweitendaten (Abrufzahlen, Zuschauerstruktur) liegen nicht vor.

Faktenfackel Bewertung

Fun Facts. ist kein klassisches Medienhaus, sondern ein von Künstlerinnen, Künstlern und Aktivist:innen getragenes Satireformat mit journalistischer Rückendeckung durch CORRECTIV. Dass eine etablierte Investigativredaktion die Recherche mitträgt, spricht für die Faktentreue der Kernaussagen. Die Präsentation ist trotzdem bewusst satirisch und wertend, mit erkennbarer politischer Schlagseite gegen die AfD. Die CORRECTIV-Kooperation deckt die Faktenbasis ab, nicht jede Deutung, die im Format daraus gezogen wird. Ein Beispiel ist der Beitrag über das AfD-Firmengeflecht vom 3. Juli 2026: Die genannten Firmen und Personen stimmen, die beiden Namensdeutungen zu "Tauroggen" und "Castel del Monte" ließen sich dagegen nicht belegen.

Fazit

Bei Fakten ist Fun Facts. wegen der CORRECTIV-Kooperation grundsätzlich seriös. Das Format tritt aber erkennbar parteiisch und satirisch auf, und seine Zuspitzungen gehen im Einzelfall über das hinaus, was sich belegen lässt.