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Stand: 15.07.2026

Journalistenwatch: Hitzetote als 'Panikmache', Übersterblichkeit vielleicht durch Impfung

Irreführend

Link Beschreibung

Der Beitrag des rechtsextremen Online-Mediums Journalistenwatch vom 9. Juli 2026 greift die RKI-Schätzung von rund 5.100 hitzebedingten Sterbefällen an. Kernbehauptungen: Die Zahl sei "nur durch willkürliche Veränderungen der Begriffsdefinition 'Hitzetote' erklärbar", es handele sich um "modellierte Schätzungen" statt um Zahlen aus Totenscheinen. Man müsse "gewissermaßen auch analog zu Sars-CoV2 von 'an und mit' Hitze Verstorbenen reden", also derselbe "Trick" wie bei den Corona-Todeszahlen. Zusätzlich spekuliert der Text, der Übersterblichkeits-Überschuss könne "auch wenn es sich um ganz andere Ursachen (etwa Impfschäden?) handeln könnte" entstanden sein.

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Die Behauptung verdreht ein reales Ereignis. Erstens ist die Übersterblichkeitsrechnung kein "Trick", sondern das international etablierte Standardverfahren (EuroMOMO, WHO), gerade weil Hitze über Vorerkrankungen wirkt und selten auf dem Totenschein steht. Zweitens braucht man das Modell für den Nachweis gar nicht: Die Destatis-Rohzahlen zeigen den Sprung ohne jede Modellierung (letzte Juniwoche +32 %, rund 7.100 zusätzliche Sterbefälle). Drittens scheitert die Impf-Spekulation an Timing und Muster: Der Anstieg ist ein kurzer, europaweit synchroner Ein- bis Zweiwochen-Ausschlag, der zeitlich und geografisch exakt mit der Hitzewelle zusammenfällt (Frankreich und Belgien zeitgleich "very high excess"). Kein Impfgeschehen erklärt das.

Fazit

Irreführend. Der Text bestreitet reale, in den amtlichen Rohzahlen sichtbare Hitzetote mit einer Corona-Analogie und schiebt eine belegfreie Impf-Spekulation nach. Ausführliche Widerlegung im zugehörigen Faktencheck.

Verwendungen

Faktenchecks

Lagerfeuer