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Stand: 20.04.2026

GBA-Razzia gegen 'Letzte Verteidigungswelle': Jugendliche festgenommen

Link Beschreibung

LTO-Bericht über die Razzia des Generalbundesanwalt gegen die rechtsextreme Terrorzelle "Letzte Verteidigungswelle" (L.V.W.) vom 21. Mai 2025. Fünf Verdächtige im Alter von 14 bis 18 Jahren wurden in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Hessen festgenommen; weitere Durchsuchungen liefen in Sachsen und Thüringen. Der Gruppe wird Mitgliedschaft in bzw. Unterstützung einer inländischen terroristischen Vereinigung (§ 129a StGB) vorgeworfen, einzelnen Mitgliedern zusätzlich versuchter Mord und besonders schwere Brandstiftung. Zwei der Festgenommenen stehen im Verdacht, am Brandanschlag auf ein Kulturzentrum in Altdöbern am 23. Oktober 2024 beteiligt gewesen zu sein.

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Die "Letzte Verteidigungswelle" wurde laut GBA-Pressemitteilung vom 21. Mai 2025 spätestens im April 2024 gegründet. Ihre Mitglieder verstehen sich als "letzte Instanz zur Verteidigung der 'Deutschen Nation'" und wollen durch Gewalt gegen Migranten und politische Gegner einen Zusammenbruch des demokratischen Systems herbeiführen. Besonders bemerkenswert ist das Alter der Beteiligten: Alle fünf am 21. Mai 2025 Festgenommenen waren zum Zeitpunkt der Vereinsgründung noch minderjährig, die Jüngsten gerade 14 Jahre alt. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) nannte den Befund "besonders erschütternd" und mahnte politische Prävention gegen die Radikalisierung Jugendlicher an.

Im Februar 2025 wurde ein geplanter Anschlag auf eine Asylunterkunft in Senftenberg dank Hinweisen einer Journalistin von Stern und RTL verhindert; bei der darauffolgenden Durchsuchung in Meißen fanden Ermittler Sprengstoff, Schlagringe und Munition. Bis Dezember 2025 hatte die Bundesanwaltschaft Anklage gegen acht Personen vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg erhoben. Die Amadeu Antonio Stiftung analysiert die Gruppe als Beispiel für schnelle Online-Radikalisierung über TikTok und Instagram, die klassische Einstiegshürden in den Rechtsextremismus deutlich absenkt.

LTO gibt die Pressemitteilung des GBA und Zitate der Justizministerin sachlich und juristisch präzise wieder; der Artikel enthält keine eigene investigative Zusatzrecherche, erfüllt aber seinen Anspruch als Nachrichtenbericht korrekt.

Fazit

Der LTO-Artikel ist ein verlässlicher Nachrichtenbericht über eine gut dokumentierte, schwere Strafverfolgungsmaßnahme. Die gemeldeten Tatsachen - Festnahmen, Alter der Verdächtigen, konkrete Tatvorwürfe - sind durch die offizielle GBA-Pressemitteilung belegt.

Verwendungen

Faktenchecks