Link Beschreibung
Faktenseite des Mediendienst Integration mit aktuellen Zahlen zur Erwerbsbeteiligung von Menschen aus Asylherkunftsländern: rund 800.000 Beschäftigte (Stand Dezember 2025), Beschäftigungsquote 50,7 %, mit klarem Anstieg nach längerer Aufenthaltsdauer.
Faktenfackel Bewertung
Einordnung
Der Mediendienst Integration liefert differenzierte Zahlen zur Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten. Etwa 800.000 Menschen aus Asylherkunftsländern sind aktuell in Deutschland beschäftigt (693.000 sozialversicherungspflichtig, 105.000 geringfügig), ein Anstieg von rund 70.000 Ende 2014. Die Beschäftigungsquote liegt bei 50,7 %, deutlich unter dem Gesamtschnitt von 69,6 %, aber im Zeitverlauf stark steigend.
Besonders aussagekräftig ist die Aufschlüsselung nach Aufenthaltsdauer: Im ersten Jahr sind nur 7 % erwerbstätig, nach sechs Jahren 54 %, nach acht oder mehr Jahren erreichen Männer mit 86 % sogar den Gesamtdurchschnitt (81%) oder übertreffen ihn. Frauen bleiben mit 33 % deutlich zurück.
Rund 70 % der beschäftigten Geflüchteten üben qualifizierte Tätigkeiten aus, obwohl 41 % unterhalb ihres früheren Ausbildungsniveaus arbeiten.
Fazit
Die Zahlen widerlegen das Narrativ, Geflüchtete seien grundsätzlich nicht in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Beschäftigungsquoten steigen mit zunehmender Aufenthaltsdauer stark an, was zeigt, dass Zeit und stabile Bleibeperspektive entscheidende Faktoren sind. Die verbleibenden Lücken (insbesondere bei Frauen) verweisen auf strukturelle Hindernisse, nicht auf fehlenden Willen.
