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Stand: 05.04.2026

ICE-Attentäter in Untersuchungshaft: Von Polizei als Rechtsextremist geführt

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Folgebericht zum ICE-Angriff vom 3. April 2026: Ein 20-jähriger Mann aus Aachen zündete im ICE von Köln nach Frankfurt am Siegburger Bahnhof zwei mit Plastikkugeln gefüllte Sprengkörper. Mindestens 12 Fahrgäste erlitten laut Bundespolizei "leichte, oberflächliche Hautverletzungen". Der Täter wurde noch am Tatort festgenommen; bei ihm fanden Ermittler zwei Messer, eine Maske und zwei Rauchkörper.

Der Ermittlungsrichter in Aachen ordnete Untersuchungshaft an. Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf warf dem Mann versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung und Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz vor. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft ist der Tatverdächtige dem "rechten Spektrum zuzuordnen"; der Staatsschutz der Bonner Polizei führt ihn als Rechtsextremisten. Gleichzeitig zeige er erhebliche psychische Probleme und sei nicht "rechtsextremistisch gefestigt". Er war zuvor bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten.

Die Einordnung ist journalistisch korrekt wiedergegeben: Das nd zitiert Behörden direkt und macht die Spannung zwischen der Einstufung als Rechtsextremist und dem Hinweis auf psychische Instabilität deutlich, ohne sie aufzulösen. Ein konkretes politisches Motiv blieb zum Zeitpunkt der Berichterstattung unklar.