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Stand: 20.04.2026

Polizeiliche Kriminalstatistik: Kriminalitätsrate sinkt um fast sechs Prozent

Link Beschreibung

netzpolitik.org ordnet die PKS 2025 ein: Die polizeilich erfasste Kriminalität ist 2025 um 5,6 Prozent gesunken, bei Zuwanderern sogar um 7,2 Prozent. Gewaltkriminalität ging um 2,3 Prozent zurück, der Anteil von Kindern um 6,4 Prozent, Jugendliche um 10,4 Prozent. Auch ohne den Effekt der Cannabis-Teillegalisierung beträgt der Rückgang noch 4,7 Prozent.

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Die im Artikel zitierten Zahlen sind korrekt und durch die PKS 2025 des Bundeskriminalamts gedeckt. Der Artikel beschreibt das Geschehen sachlich und belegt seine Kernaussagen.

Netzpolitik zeigt zutreffend, wie Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) (Kein Link gefunden! alexander-dobrindt ) trotz des deutlichen Rückgangs der Gesamtkriminalität das Framing auf "Ausländerkriminalität" und härtere Sicherheitsmaßnahmen setzt. BKA-Präsident Holger Münch spricht selbst von einem "differenzierten Bild".

Der Artikel erklärt zudem methodische Einschränkungen der PKS: Das Anzeigeverhalten variiert je nach Tätergruppe, demographische und soziale Faktoren werden bei oberflächlicher Betrachtung ausgeblendet, und die Statistik zeigt nur angezeigte, nicht verurteilte Straftaten. Diese Kontextualisierung ist wichtig für eine redliche Einordnung.

Der Anstieg der Sexualdelikte (+2,8 Prozent) wird korrekt relativiert: Das BKA führt ihn auf Gesetzesänderungen und gestiegene Anzeigebereitschaft zurück, nicht auf einen tatsächlichen Anstieg der Taten.

Dobrindts Forderungen nach biometrischer Internetfahndung und ausgeweiteten Ermittlungsbefugnissen werden von netzpolitik als dem Kontext des sinkenden Kriminalitätsniveaus widersprechend eingeordnet. Zivilgesellschaftliche Kritik an den Gesetzesplänen - Verfassungswidrigkeit, Massenüberwachung - wird belegt zitiert.

Fazit

Der Artikel stellt die Fakten korrekt dar und liefert den nötigen Kontext, um Dobrindts politisches Framing einzuordnen. Die Zahlen aus der PKS 2025 des Bundesministeriums des Innern sind zutreffend wiedergegeben.