Link Beschreibung
In der Nacht auf Mittwoch, den 25. März 2026, griffen mutmaßliche Neonazis zwei 19-jährige linke Jugendliche vor der Punkkneipe "Supamolly" in Berlin-Friedrichshain mit einer Machete an. Ein Angreifer schlug einem jungen Mann gegen den Kopf, danach traf er eine junge Frau tief an den Unterarmen; nur das Eingreifen von Kneipenbesuchern beendete den Angriff. Die Täter flohen mit "Sieg Heil"-Rufen, der Staatsschutz ermittelt.
Faktenfackel Bewertung
Einordnung
Der taz-Bericht stützt sich auf die offizielle Pressemitteilung der Berliner Polizei sowie auf ein Interview mit Leonie Mirkos, Sprecherin der Internationalen Jugend. Die Berliner Polizei bestätigte den Vorfall per Pressemitteilung vom 25. März 2026: Zwei 19-Jährige wurden in der Jessnerstraße gegen 1:30 Uhr zunächst beleidigt, dann mit einer Machete angegriffen. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen. Die Verletzungsschilderungen (Schnittverletzung am Unterarm bis auf den Knochen) und die Flucht der Täter mit verfassungsfeindlichen Parolen werden von Polizei und der Internationalen Jugend übereinstimmend beschrieben.
Der Tagesspiegel berichtete ebenfalls über den Angriff und bestätigte die wesentlichen Fakten: Tatort Supamolly, Jessnerstraße, Verletzungsmuster und die Flucht mit Neonazi-Parolen. Die taz ordnet den Angriff korrekt in eine Reihe rechter Übergriffe auf linke Strukturen in Friedrichshain ein, darunter die Neonazi-Attacke am Ostkreuz im Juli 2024.
Die Einschätzung der Sprecherin Mirkos, dass der Machetenangriff "als Mordversuch gedeutet werden muss", ist eine subjektive Bewertung der Betroffenenorganisation, die im Artikel als solche kenntlich gemacht wird. Der politisch-gesellschaftliche Kontext (Aussage von Polizeigewerkschaftssprecher Benjamin Jendro über "Linksextremismus" als "Krebsgeschwür" am selben Abend) wird korrekt zitiert.
Fazit
Die Kerntatsachen des taz-Berichts - Tatablauf, Verletzungen, Staatsschutzermittlung und neonazistische Tatmotivation - sind durch die offizielle Polizeimeldung und mehrere unabhängige Medienberichte gut belegt.
