Zur Quelle "ZDF heute" springen
Stand: 20.04.2026

Sächsische Separatisten vor Gericht: Prozessauftakt in Dresden

Link Beschreibung

Acht Männer stehen seit dem 23. Januar 2026 vor dem Oberlandesgericht Dresden wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens. Die Gruppe soll sich auf einen "Tag X" vorbereitet haben, um bei einem angenommenen Zusammenbruch Deutschlands Sachsen zu erobern und einen an der NS-Ideologie orientierten Staat zu errichten. Drei der Angeklagten waren zuvor in der AfD kommunalpolitisch aktiv. Das Gericht hat fast 70 Fortsetzungstermine bis Dezember 2026 angesetzt.

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Die "Sächsischen Separatisten" wurden laut Wikipedia: Sächsische Separatisten Anfang 2020 gegründet und bestanden nach Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft aus 15 bis 20 Personen. Die Gruppe absolvierte wiederholt paramilitärische Trainings und bereitete sich gezielt auf einen gewaltsamen Systemsturz vor. Am 5. November 2024 zerschlug die Bundesanwaltschaft die Gruppe bei einer Razzia in Leipzig, Dresden, dem Landkreis Meißen und dem polnischen Zgorzelec - dabei wurden die acht Angeklagten festgenommen und sitzen seither in Untersuchungshaft.

Drei der Festgenommenen waren zum Zeitpunkt der Verhaftung AfD-Mitglieder, darunter Kurt H., der im Stadtrat von Grimma saß und Schatzmeister der Jungen Alternative in Sachsen war. Die Die "Alternative für Deutschland" schloss die betroffenen Mitglieder laut ZDF: AfD schließt drei Mitglieder aus nach eigenen Angaben einstimmig mit sofortiger Wirkung aus. Fast 70 Verhandlungstage sind bis Mitte Dezember 2026 angesetzt, ein Urteil wird frühestens Ende 2026 erwartet. Extremismusforscher Felix Neumann von der Konrad-Adenauer-Stiftung wies im Artikel auf den Trend hin, dass Täter in rechtsextremistischen wie islamistischen Gruppierungen immer jünger werden - drei der acht Angeklagten sollen teilweise als Jugendliche gehandelt haben.

Fazit

Der Prozessauftakt gegen die "Sächsischen Separatisten" ist ein bedeutendes Verfahren gegen eine militante Neonazi-Gruppierung, die laut Anklage nicht nur theoretische Umsturzpläne hegte, sondern paramilitärisch auf deren Durchführung hintrainierte. Die Verbindungen dreier Angeklagter zur AfD sind faktisch belegt, auch wenn die Partei nach der Razzia Ausschlussverfahren einleitete.

Verwendungen

Faktenchecks