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Stand: 18.08.2026

Weidel kündigt Kampf gegen NGO-Finanzierung an

Die AfD wird diesen NGO-Sumpf trockenlegen.

Am 17. August 2026 reagierte Alice Weidel in einer AfD-Pressemitteilung auf die Wahlkampfunterstützung von Campact und der Agentur The Goodforces für SPD und Grüne vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.

Was hier sichtbar wird, ist ein demokratiepolitischer Skandal, der juristisch lückenlos aufgeklärt werden muss. ... Die AfD wird diesen NGO-Sumpf trockenlegen. Wir fordern vollständige Transparenz über sämtliche staatliche Zuwendungen an NGOs, aber auch, wie im Fall von Campact, über Auftraggeber, gewichtige Sponsoren und ihre politischen Aktivitäten.

Faktenfackel Bewertung

Die Formulierung unterstellt eine verdeckte, aufklärungsbedürftige Verquickung von Staat und NGO-Wahlkampfhilfe. Tatsächlich liegt der zugrundeliegende Vorgang offen: Die Kosten sind gesetzeskonform als Großspenden im Bundestagsregister erfasst, und Campact hat SPD und Grüne nach eigener Darstellung vorab über die Kampagne informiert und die Ausgaben öffentlich aufgeschlüsselt. Eine "lückenlose Aufklärung" fehlt hier nicht, sie hat bereits stattgefunden.

Dass die Mitteilung Campact in die Nähe staatlicher Finanzierung rückt, kommt einem Muster sehr nahe, das ein Gericht bereits beanstandet hat: Das Oberlandesgericht Hamburg untersagte am 12. März 2026 in drei Beschlüssen dem Portal NIUS, Campact als "staatlich finanziert" darzustellen. Die Beschlüsse binden die AfD nicht. Näheres dazu in unserer Einordnung der Pressemitteilung.