Angela Merkel
Angela Merkel (* 1954) war von 2005 bis 2021 CDU-Bundeskanzlerin und die erste Frau sowie erste ehemalige DDR-Bürgerin in diesem Amt.

Über die Quelle
Angela Merkel (* 17. Juli 1954 in Hamburg) wuchs in Templin in der DDR auf und promovierte als Physikerin. Nach der Wende trat sie 1990 der CDU bei und bekleidete unter Bundeskanzler Helmut Kohl zunächst das Amt der Bundesministerin für Frauen und Jugend, später für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Von 2000 bis 2018 war sie CDU-Bundesvorsitzende. Am 22. November 2005 wurde sie als erste Frau und erste Person aus der ehemaligen DDR zur Bundeskanzlerin gewählt.
In ihren vier Amtszeiten bis zum 8. Dezember 2021 prägte Merkel die deutsche und europäische Politik maßgeblich: das Krisenmanagement in der Finanz- und Eurokrise, der beschleunigte Atomausstieg nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011, die Aufnahme hunderttausender Geflüchteter 2015 mit dem vielzitierten Satz "Wir schaffen das" sowie die Steuerung der Corona-Pandemie ab 2020. Ihre Regierungszeit stand zugleich für eine wachsende Energieabhängigkeit Deutschlands von russischem Erdgas, unter anderem durch den Ausbau der Nord-Stream-Pipelines, die im Nachhinein kritisch bewertet wird.
Nach dem Ende ihrer Kanzlerschaft zog sich Merkel weitgehend aus der aktiven Politik zurück und tritt nur selten öffentlich auf.
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Faktenfackel Bewertung
Als langjährige Bundeskanzlerin sind Angela Merkels frühere Regierungsentscheidungen, insbesondere zur Energie-, Flüchtlings- und Russlandpolitik, häufiger Bezugspunkt in aktuellen politischen Debatten und werden dabei oft verkürzt oder aus dem damaligen Kontext gelöst wiedergegeben. Als Primärquelle für die eigene Regierungszeit ist ihr Profil vor allem für die Einordnung solcher rückblickenden Zuschreibungen relevant.