Boris Gamanov
AfD-Bundestagsabgeordneter aus dem Saarland, Beisitzer im Landesvorstand der AfD Saarland und Mitglied im Europaausschuss des Bundestages

Über die Quelle
Boris Gamanov (geboren am 19. Oktober 1986 in Riga, Lettland) sitzt seit 2025 für die AfD im Deutschen Bundestag. Laut seiner Bundestagsbiografie wurde er über die Landesliste Saarland gewählt und kandidierte im Wahlkreis 296 Saarbrücken. Im Bundestag ist er ordentliches Mitglied im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union.
Nach den Angaben der Biografie, die auf Selbstauskünften beruhen, ist Gamanov seit 2016 Mitglied der AfD. Von 2017 bis 2021 war er Schatzmeister und Mitgliedsbeauftragter des Kreisverbands Saarbrücken-Stadt, von 2019 bis 2024 Stadtverordneter in Saarbrücken. Heute ist er Beisitzer im Landesvorstand der AfD Saarland, stellvertretender Kreisvorsitzender in Saarbrücken-Stadt und Social-Media-Manager des Landesverbands. Beruflich war er von 2006 bis 2012 selbstständig in Bau, Handel und Produktion und von 2014 bis 2025 Filialleiter in der Gastronomie. Neben dem Mandat ist er laut den veröffentlichungspflichtigen Angaben auf derselben Seite als Mitarbeiter der AfD-Landtagsfraktion im Saarland angestellt, gegen monatlich 518,63 Euro brutto.
Links
Faktenfackel Bewertung
Gamanov sitzt zum ersten Mal im Bundestag. Seine Pressemitteilungen erscheinen über die AfD-Bundestagsfraktion. Im September 2026 gab er dort die Antwort der Bundesregierung auf seine eigene Kleine Anfrage zu Syrien verzerrt wieder: Aus einer fehlenden Zählgröße im Ausländerzentralregister machte er die Behauptung, Deutschland wisse nicht, wer seit 2014 eingereist sei. Aus der Feststellung, es gebe keine Gruppenverfolgung, las er heraus, nicht einmal Christen oder Jesiden drohe bei der Rückkehr Gefahr (unsere Prüfung der Mitteilung). Die Anfrage selbst arbeitete teils mit Begriffen, die es rechtlich nicht gibt. Die Regierung wies etwa darauf hin, dass eine "vollstreckbare Ausreisepflicht" im deutschen Aufenthaltsrecht nicht existiert, wie die Antwort der Bundesregierung zu Frage 20 zeigt.
Fazit
Parteipolitische Quelle. Seine Biografie nennt keinen beruflichen Hintergrund im Asyl- oder Aufenthaltsrecht. Wenn er Regierungsantworten zusammenfasst, lohnt der Blick in die jeweilige Drucksache: Bei der Syrien-Anfrage legte seine Mitteilung die zitierten Antworten deutlich weiter aus, als ihr Wortlaut hergibt.