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Stand: 18.10.2026

Grobe: McRib-Aus wegen "Mitarbeitern aus dem Morgenland"

Falsch

Link Beschreibung

Der hessische AfD-Landtagsabgeordnete Frank Grobe spekuliert am 14. Oktober 2026 auf X, McDonald's stelle den McRib ein, weil "nicht wenige Mitarbeiter aus dem Morgenland" sich weigerten, Schweinefleisch anzufassen. So sterbe "langsam eine Essenskultur im Abendland". Der Post erreichte rund 230.000 Aufrufe.

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Grobe leitet den Post mit "Ich spekuliere mal" ein, behauptet dann aber als Grund für das Ende des Burgers, dass "nicht wenige Mitarbeiter aus dem Morgenland" sich weigerten, Schweinefleisch anzufassen und zu verkaufen. Einen Beleg nennt er nicht. Auch in den Berichten über das Aus findet sich kein Hinweis darauf, dass Beschäftigte die Arbeit mit dem Fleisch verweigert hätten.

McDonald's Deutschland nennt einen anderen Grund. Laut den Stuttgarter Nachrichten verweist der Konzern auf die regelmäßige Weiterentwicklung der Speisekarte und will künftig verstärkt auf wechselnde Aktionsprodukte setzen. Der Newsletter vom 13. Oktober, mit dem das Unternehmen das Ende ankündigte, enthielt nach Angaben der Berliner Zeitung keine Begründung. Der McRib verschwindet zum 27. Oktober aus dem festen Sortiment, eine Rückkehr gilt laut Volksverpetzer als möglich.

Zur These vom Schweinefleisch passt das nicht. Als Nachfolger bietet McDonald's den McRib Sweet Heat an, ebenfalls mit Schweinefleisch-Patty, wie t-online berichtet. Nach Angaben des Volksverpetzer stehen außerdem fünf Burger mit Bacon auf der Karte. Der McFarmer kommt laut den Stuttgarter Nachrichten für einige Wochen als Aktionsprodukt hinzu, ebenfalls mit Schweinefleisch.

Deutschland war beim McRib ein Sonderfall. Laut Berliner Zeitung stand er hier seit 1989 ununterbrochen auf der Karte, in den meisten anderen Ländern gab es ihn nur zeitweise. Nach rund 37 Jahren nimmt McDonald's ihn nun auch hier aus dem Dauersortiment, wie es in anderen Märkten längst üblich ist.

Der Post unterstellt Beschäftigten pauschal wegen ihrer vermuteten Herkunft und Religion, ihre Arbeit zu verweigern, und macht daraus ein Zeichen für den Untergang einer "Essenskultur im Abendland". Tatsächlich belegt ist nur, dass ein Konzern sein Sortiment umbaut. Am 15. Oktober schrieb Grobe, seiner Frau seien in der Filiale die Patties ausgegangen, "wohl" wegen seines Posts vom Vortag.

Fazit

Die Behauptung ist falsch: Für die unterstellte Weigerung muslimischer Beschäftigter gibt es keinen Beleg, und McDonald's nennt als Grund die Umstellung auf wechselnde Aktionsprodukte. Schweinefleisch bleibt weiter im Angebot.