Am 9. Juli 2019 schrieb Götz Frömming auf Twitter zu einem Artikel der NZZ über die Bevölkerungszusammensetzung westdeutscher Städte:
Viele ehemals west-deutsche Städte werden bald mehrheitlich von Migranten bewohnt sein.
Dem Bevölkerungsaustausch folgen Verwahrlosung und zunehmende Kriminalität.
Deshalb wählt der Osten jetzt #AfD!
Faktenfackel Bewertung
Der Beitrag steht auf Frömmings eigenem Account und ist dort weiterhin abrufbar (Stand September 2026). Der verlinkte NZZ-Artikel berichtet, dass in Städten wie Frankfurt am Main, Offenbach, Heilbronn und Sindelfingen Deutsche ohne Migrationshintergrund keine absolute Mehrheit mehr stellen. Gezählt werden dabei Ausländer und Deutsche mit Migrationshintergrund zusammen. Der dort zitierte Migrationsforscher Jens Schneider warnt ausdrücklich davor, beide Gruppen in einen Topf zu werfen: Rund zwei Drittel der Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund seien in Deutschland geboren und damit Deutsche.
Frömming macht daraus Städte, die "von Migranten bewohnt" seien, und zählt deutsche Staatsbürger damit zu den Zugewanderten. Von Verwahrlosung und Kriminalität ist in dem Artikel nicht die Rede, diesen Zusammenhang stellt Frömming ohne Beleg selbst her. Den Begriff "Bevölkerungsaustausch" führt das Bundesamt für Verfassungsschutz als Synonym für den "Großen Austausch", ein Narrativ der Neuen Rechten, das oft verschwörungstheoretisch aufgeladen wird (BfV-Glossar: Großer Austausch).