Zur Quelle "Dr. Götz Frömming" springen
Stand: 29.09.2023

Frömming fordert in der Schuldebatte Remigration

Was Sie hier machen, ist furchtbar und schrecklich. Sie versündigen sich an unseren Kindern. Sie haben das Problem erst entstehen lassen. Wir müssen dringend anfangen, es zu lösen. [...] Wir brauchen Remigration, wir brauchen mehr Lehrer, das ist richtig, aber mit Ihnen wird das alles nichts werden, und das ist schade.

Am 29. September 2023 sprach Götz Frömming im Bundestag zu einem Antrag der Linken mit dem Titel "Bildung am Limit", der eine Ausbildungsoffensive und ein Sondervermögen für Bildung forderte. Kurz zuvor hatte er den Lehrkräftemangel unter anderem mit den Flüchtlingskindern aus der Ukraine und "Ihrer ungesteuerten, ungeregelten Migration" begründet und hinzugefügt: "Diese Kinder sind schulpflichtig, und Sie tun so, als könnte man sie einfach mal so in die Regelklassen mit hineinquetschen." Als Vizepräsident Wolfgang Kubicki ihn zum Schluss aufforderte, sagte Frömming (Plenarprotokoll 20/126, S. 15789; Video bei Open Parliament TV):

Was Sie hier machen, ist furchtbar und schrecklich. Sie versündigen sich an unseren Kindern. Sie haben das Problem erst entstehen lassen. Wir müssen dringend anfangen, es zu lösen.

Nach einer zweiten Aufforderung Kubickis, zum Schluss zu kommen, fuhr er fort:

Wir brauchen Remigration, wir brauchen mehr Lehrer, das ist richtig, aber mit Ihnen wird das alles nichts werden, und das ist schade.

Faktenfackel Bewertung

Der Wortlaut ist im amtlichen Plenarprotokoll belegt. In verbreiteten Fassungen des Zitats fehlt die Unterbrechung durch den Sitzungsvorsitz und der Halbsatz über mehr Lehrer, am Sinn ändert das wenig.

Wen die geforderte "Remigration" treffen soll, sagt Frömming nicht. Im Zusammenhang der Rede folgt die Forderung aber unmittelbar auf seine Klage über geflüchtete und zugewanderte Kinder in den Regelklassen. Er präsentiert das Wegschicken von Menschen damit als Antwort auf ein Bildungsproblem, und zwar wenige Monate bevor der Begriff durch die CORRECTIV-Recherche zum Potsdamer Treffen bundesweit bekannt wurde. Dort hatte Martin Sellner unter "Remigration" ausdrücklich auch die Verdrängung "nicht assimilierter Staatsbürger" verstanden (CORRECTIV: Geheimplan gegen Deutschland).