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Matthias Rentzsch

Matthias Rentzsch ist AfD-Bundestagsabgeordneter für Dresden II - Bautzen II und ordentliches Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Über die Quelle

Matthias Rentzsch wurde am 23. September 1977 in Dresden geboren. Nach der Mittleren Reife machte er eine Ausbildung zum Elektroinstallateur und später eine kaufmännische Ausbildung in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft. Beruflich war er laut Bundestagsprofil unter anderem als Bausachverständiger für Versicherungen und als Fachbauleiter bei einer Projektentwicklungsgesellschaft tätig, von 2021 bis 2024 als Mitarbeiter des Abgeordneten Mike Moncsek. Die biografischen Angaben beruhen laut Bundestag auf Selbstauskünften.

Von 2019 bis 2024 saß er für die AfD im Dresdner Stadtrat, dort als kulturpolitischer Sprecher der Fraktion und im Bau- und im Umweltausschuss. Dem Ortschaftsrat Cossebaude gehörte er seit 2019 an, laut abgeordnetenwatch bis zum 9. September 2025. Bei der Landtagswahl 2024 trat er im Wahlkreis Dresden 7 an und stand auf Platz 37 der AfD-Landesliste.

Seit dem 25. März 2025 ist er Mitglied des Bundestages. Er gewann den Wahlkreis 159 (Dresden II - Bautzen II) direkt, laut abgeordnetenwatch mit 29,9 Prozent der Erststimmen. Im Bundestag ist er ordentliches Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, stellvertretendes Mitglied im Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfragen und stellvertretender Vorsitzender der Deutsch-Mexikanischen Parlamentariergruppe.

Politisch tritt er in der Entwicklungszusammenarbeit auf. Er ist Erstunterzeichner der Kleinen Anfrage der AfD-Fraktion zu einem 100-Millionen-Euro-Darlehen der KfW an Peru (Drucksache 21/8191 vom 24. September 2026). Die daran anschließende Pressemitteilung der AfD-Bundestagsfraktion vom 25. Oktober 2026 zitiert ihn mit der Forderung, KfW-Darlehen an andere Länder ausschließlich an deutsche Interessen zu knüpfen. Wir haben sie geprüft: Die Darstellung, das Darlehen sei übertragenes Steuergeld, ist irreführend.

Faktenfackel Bewertung

Als Abgeordneter äußert Rentzsch politische Wertungen zur Entwicklungszusammenarbeit, die sich als Meinung nicht bewerten lassen. Tatsachenbehauptungen in seinen Texten sind dagegen zu prüfen. Im Peru-Fall lässt die Darstellung aus, dass es sich um einen Kredit handelt, den Peru mit Zinsen zurückzahlen muss und der Reformen finanzieren soll. Weitere Kontroversen um seine Person sind bisher nicht dokumentiert.

Fazit

Rentzsch ist ein Abgeordneter der AfD mit kommunalpolitischer Erfahrung und Schwerpunkt Entwicklungszusammenarbeit. Seine Wertungen sind Meinung, seine Tatsachenbehauptungen brauchen im Einzelfall Gegenprüfung, wie der Peru-Fall zeigt.