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Polizeiliche Kriminalstatistik

PKS-Zahlen, Hellfeld, Tatverdächtige und politische Deutung

Stand:

Worum geht es?

Dieser Hub erklärt und bündelt Inhalte zur Polizeilichen Kriminalstatistik. Die PKS ist eine wichtige Quelle, aber sie misst vor allem registrierte Anzeigen und Tatverdächtige im Hellfeld. Für politische Aussagen müssen Deliktarten, Kontrollpraxis, Dunkelfeld, Bevölkerungsstruktur und Vergleichsgruppen berücksichtigt werden.

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Fragen

Häufige Fragen

Was misst die PKS?

Die PKS erfasst polizeilich bekannt gewordene Straftaten und Tatverdächtige. Sie misst nicht das gesamte tatsächliche Kriminalitätsgeschehen.

Was bedeutet Hellfeld?

Hellfeld meint Fälle, die Polizei oder Behörden kennen. Nicht angezeigte oder nicht entdeckte Taten liegen im Dunkelfeld und erscheinen nicht in der PKS.

Warum ist die Tatverdächtigenbelastungszahl wichtig?

Sie setzt Tatverdächtige ins Verhältnis zur Bevölkerungsgröße einer Gruppe. Dadurch sind Gruppen besser vergleichbar als über absolute Zahlen oder bloße Anteile.

Wie wird die PKS erstellt?

Die Polizeilichen Landeskriminalämter erfassen jede angezeigte oder von Amts wegen verfolgte Straftat in einem standardisierten Datensatz. Diese Daten werden an das Bundeskriminalamt geliefert, dort zusammengeführt und einmal jährlich als bundesweite PKS veröffentlicht.

Wer veröffentlicht die PKS?

Herausgeber der PKS auf Bundesebene ist das Bundeskriminalamt (BKA), zusammen mit dem Bundesministerium des Innern. Auf Länderebene veröffentlichen die Landeskriminalämter eigene Statistiken, deren Methodik mit der Bundesstatistik kompatibel ist.

Wann erscheint die neue PKS?

Die PKS für ein Kalenderjahr wird üblicherweise im Frühjahr des Folgejahres veröffentlicht, in der Regel im März oder April. Bei der Vorstellung halten der Bundesinnenminister und das BKA eine gemeinsame Pressekonferenz.

Was ist die Aufklärungsquote?

Die Aufklärungsquote ist der Anteil der von der Polizei aufgeklärten Fälle an allen registrierten Fällen. Sie schwankt stark zwischen Deliktarten: bei Mord und Totschlag liegt sie regelmäßig über 90 Prozent, bei Fahrraddiebstahl unter 10 Prozent.

Sagt die PKS etwas über Verurteilungen?

Nein. Die PKS erfasst Tatverdächtige, also Personen mit hinreichendem Tatverdacht aus polizeilicher Sicht. Ob es zu Anklage oder Verurteilung kommt, zeigt sich erst in der separaten Strafverfolgungsstatistik des Statistischen Bundesamts.

Was sind die häufigsten Straftaten in der PKS?

Mengenmäßig dominieren Diebstahl, Sachbeschädigung, Betrug und Körperverletzung. Schwere Gewaltdelikte wie Mord oder Totschlag machen weniger als 0,1 Prozent der erfassten Fälle aus, prägen aber die mediale Wahrnehmung überproportional.

Was sind die Schwächen der PKS?

Die PKS bildet nur das Hellfeld ab, ist abhängig vom Anzeigeverhalten und der Kontrollintensität, zählt unbereinigte Tatverdächtige inklusive später freigesprochener Personen und vermischt aufgrund der Erfassungslogik manche Deliktarten. Politische Aussagen, die einzelne Werte ohne diese Einordnung zitieren, sind regelmäßig irreführend.