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Stand: 03.12.2025

Begriffserklärung: Scheinkorrelation

Eine Scheinkorrelation (engl. spurious correlation) liegt vor, wenn zwei Variablen einen statistischen Zusammenhang aufweisen, obwohl keine echte Ursache-Wirkung-Beziehung besteht. Der beobachtete Zusammenhang entsteht zufällig oder weil beide Variablen von einer dritten, nicht berücksichtigten Größe beeinflusst werden.

Eine Scheinkorrelation (engl. spurious correlation) liegt vor, wenn zwei Variablen einen statistischen Zusammenhang aufweisen, obwohl keine echte Ursache-Wirkung-Beziehung besteht. Der beobachtete Zusammenhang entsteht zufällig oder weil beide Variablen von einer dritten, nicht berücksichtigten Größe beeinflusst werden.

Beispiel: Zusammenhang zwischen Autos und Piraten

Es ist Fakt, es gibt weltweit eine:

  • zunehmende Zahl an Autos
  • und eine sinkende Zahl an Piraten.

Historische Daten zeigen:

  • Die Zahl der Piraten ist in den letzten 150 Jahren stark gesunken.
  • Die Zahl der Autos ist im gleichen Zeitraum stark gestiegen.

Daraus ergibt sich statistisch also eine negative Korrelation:
Je mehr Autos es gibt, desto weniger Piraten existieren!

Warum ist das eine Scheinkorrelation?

Der Zusammenhang ist eine Scheinkorrelation, weil:

  • es keinen kausalen Zusammenhang zwischen Autos und Piraten gibt,
  • Autos nicht dazu geführt haben, dass Piraten verschwinden,
  • Piraten keinen Einfluss auf die Anzahl der Autos haben.

Beide Entwicklungen verlaufen lediglich zufällig gleichzeitig.

Merksatz

Eine Scheinkorrelation zeigt einen statistischen Zusammenhang, aber keine echte Ursache-Wirkung-Beziehung.

Oder

Korrelation bedeutet nicht zwangsläufig Kausalität

Korrelation impliziert keine Kausalität