Eine Scheinkorrelation (engl. spurious correlation) liegt vor, wenn zwei Variablen einen statistischen Zusammenhang aufweisen, obwohl keine echte Ursache-Wirkung-Beziehung besteht. Der beobachtete Zusammenhang entsteht zufällig oder weil beide Variablen von einer dritten, nicht berücksichtigten Größe beeinflusst werden.
Beispiel: Zusammenhang zwischen Autos und Piraten
Es ist Fakt, es gibt weltweit eine:
- zunehmende Zahl an Autos
- und eine sinkende Zahl an Piraten.
Historische Daten zeigen:
- Die Zahl der Piraten ist in den letzten 150 Jahren stark gesunken.
- Die Zahl der Autos ist im gleichen Zeitraum stark gestiegen.

Daraus ergibt sich statistisch also eine negative Korrelation:
Je mehr Autos es gibt, desto weniger Piraten existieren!
Warum ist das eine Scheinkorrelation?
Der Zusammenhang ist eine Scheinkorrelation, weil:
- es keinen kausalen Zusammenhang zwischen Autos und Piraten gibt,
- Autos nicht dazu geführt haben, dass Piraten verschwinden,
- Piraten keinen Einfluss auf die Anzahl der Autos haben.
Beide Entwicklungen verlaufen lediglich zufällig gleichzeitig.
Merksatz
Eine Scheinkorrelation zeigt einen statistischen Zusammenhang, aber keine echte Ursache-Wirkung-Beziehung.
Oder
Korrelation bedeutet nicht zwangsläufig Kausalität
Korrelation impliziert keine Kausalität