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Stand: 20.09.2026

Wahlkampfstart Berlin: Plakate beschädigt, AfD-Helfer angefahren

Link Beschreibung

dpa-Meldung von Marion van der Kraats vom 9. August 2026: Seit dem 2. August 2026 dürfen die Parteien für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen am 20. September 2026 Plakate aufhängen, aus der ersten Woche meldet die Polizei zwei Vorfälle. Am Donnerstagabend, dem 6. August, fuhr laut Polizei gegen 18.45 Uhr ein bislang unbekannter Rennradfahrer am Ernst-Ruska-Ufer in Adlershof einen 47-jährigen AfD-Wahlkampfhelfer beim Plakatieren gezielt von hinten an; der Mann stürzte und verletzte sich an Schulter, Hüfte und Knöchel, der Radfahrer flüchtete. In der Nacht auf Sonntag, den 9. August, nahm die Polizei zudem in Schöneberg eine 27-jährige Frau und einen 29-jährigen Mann fest, die gegen 22 Uhr an der Kolonnenstraße Ecke Wilhelm-Kabus-Straße Wahlplakate verschiedener Parteien abgelöst, heruntergezogen und beschmiert haben sollen. Der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz übernahm in beiden Fällen die Ermittlungen.

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Der Angriff in Adlershof ist bereits ausführlich eingeordnet: unsere Bewertung dazu vergleicht die Meldung mit zwei weiteren Agenturberichten und ordnet sie in die amtlich erfasste, seit Jahren steigende Zahl von Angriffen auf Wahlkampfhelfer und Parteivertreter ein. Neu an dieser Meldung ist der zweite Vorfall: die Festnahme der beiden Tatverdächtigen in Schöneberg, zu dem ebenfalls der Staatsschutz ermittelt. Ein Ergebnis der Ermittlungen ist zu keinem der beiden Fälle öffentlich bekannt geworden.

Beide Vorfälle stammen aus der ersten Plakatierungswoche des Berliner Wahlkampfs. Wie sich die Lage über die gesamte Kampagne entwickelte, zeigt die dpa-Bilanz kurz vor der Wahl: Bis Mitte September zählte die Polizei rund 500 Straftaten und mehr als 1.000 beschädigte Plakate, mit der AfD als am häufigsten betroffener Partei sowohl bei Sachbeschädigungen als auch bei Körperverletzungen.

Fazit

Die Meldung ist keine Desinformation, sondern eine Bestandsaufnahme aus der ersten Woche des Berliner Plakatwahlkampfs: ein gezielter Angriff auf einen AfD-Helfer und zwei Festnahmen wegen beschädigter Plakate mehrerer Parteien. Beide Fälle reihen sich in die deutlich gestiegene, amtlich erfasste Zahl politisch motivierter Straftaten im Wahlkampf ein; wie sich die Fallzahlen bis zur Wahl weiterentwickelten, zeigt die spätere dpa-Bilanz.