Link Beschreibung
Summary for Policymakers (SPM) des sechsten IPCC-Sachstandsberichts, Arbeitsgruppe I (Physikalische Grundlagen). Veröffentlicht am 9. August 2021 nach Freigabe durch die IPCC-Mitgliedsstaaten. Die SPM gilt als die meistzitierte Kurzfassung der klimawissenschaftlichen Befunde der 2010er-Jahre.
Faktenfackel Bewertung
Zentrale Befunde (Auswahl)
- A.1.1: "Der Anstieg der Konzentrationen gut durchmischter Treibhausgase seit etwa 1750 ist eindeutig durch menschliche Aktivitäten verursacht."
- A.1.3: Der menschengemachte Beitrag zur globalen Erwärmung zwischen 1850-1900 und 2010-2019 liegt bei 0,8 bis 1,3 °C (Bestwert 1,07 °C). Gut durchmischte Treibhausgase trugen 1,0 bis 2,0 °C bei, andere anthropogene Faktoren -0,0 bis -0,8 °C (vor allem Aerosole kühlend), natürliche Faktoren nur -0,1 bis +0,1 °C.
- A.1.2: 2011-2020 lag die globale Oberflächentemperatur 1,09 °C über 1850-1900; jede der letzten vier Dekaden war wärmer als jede Dekade zuvor seit 1850.
Das AR6-SPM formuliert den menschengemachten Klimawandel erstmals als "eindeutig" (unequivocal), eine Verschärfung gegenüber AR5 (2013, "äußerst wahrscheinlich"). Die Formulierung spiegelt den seit 2013 deutlich verbesserten Evidenzstand wider.
Einordnung
Die SPM wurde von hunderten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verfasst, durchlief ein mehrstufiges Peer-Review-Verfahren und wurde von allen IPCC-Mitgliedsstaaten zeilenweise konsensual freigegeben. Dieser Prozess führt dazu, dass die Aussagen der SPM tendenziell konservativ formuliert sind, einzelne Befunde in den Kapiteln selbst gehen weiter.
Fazit
Autoritative Referenz für den Stand der Klimaforschung zu Beginn der 2020er Jahre. Die Aussage, der menschengemachte Klimawandel sei "eindeutig", ist damit weit mehr als eine Meinung. Sie ist der Konsens aller IPCC-Mitgliedsstaaten auf Basis der peer-reviewten Literatur.
