Die Digital-Independence-Day-Kampagne der NGO Save Social, Networks for Democracy ruft jeden ersten Sonntag im Monat dazu auf, einen Big-Tech-Dienst durch eine unabhängige Alternative zu ersetzen. Heute, am 3. Mai 2026, ist wieder so ein Sonntag.
Die Idee dahinter ist bewusst niedrigschwellig: kein digitales Reinheitsgebot, kein Alles-oder-nichts, sondern ein "Plus eins"-Ansatz. Wer Big-Tech-Plattformen aus geschäftlichen oder sozialen Gründen nicht verlassen kann, soll zumindest parallel Alternativen aufbauen. Auf der Kampagnen-Seite di.day/category/rezepte liegen konkrete Wechselrezepte: WhatsApp zu Signal in 20 Minuten, Chrome zu Firefox in 10, X zu Mastodon in 25.
Unsere Lagerfeuer-Serie "Digitale Unabhängigkeit" nimmt jeden Bereich einzeln in die Hand und bewertet die Alternativen ehrlich mit ihren Stärken und Schwächen: Messenger, Browser und Suche, E-Mail, Cloud und Dateien, Social Media, Karten und Navigation, Betriebssysteme und Passwörter und Sicherheit.
Hintergrund zur Kampagne und zur strukturellen Abhängigkeit europäischer Institutionen von US-Plattformen findet sich im Faktenfackel-Quellenlink zu Marc-Uwe Klings di.day-Reel sowie in der Einleitung der Serie, die den Microsoft-IStGH-Fall vom Februar 2025 als konkretes Beispiel diskutiert.
Heute ist also ein guter Tag, um genau einen Dienst zu wechseln. Mehr braucht es zum Anfangen nicht.