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Elif Eralp

Berliner Linke-Politikerin, Abgeordnete und Spitzenkandidatin zur Abgeordnetenhauswahl 2026

Bildquelle: ©Sandro Halank (CC BY-SA 4.0)
Bildquelle: ©Sandro Halank (CC BY-SA 4.0)

Über die Quelle

Elif Eralp wurde am 14. Januar 1981 in München geboren. Ihre Eltern, türkische Sozialisten und Gewerkschafter, waren nach dem Militärputsch von 1980 nach Deutschland geflohen. Sie wuchs in München, Dortmund und Hamburg auf, studierte von 2001 bis 2007 Jura an der Universität Hamburg und legte 2009 das zweite Staatsexamen ab. Ab 2010 arbeitete sie als rechtspolitische Referentin für die Bundestagsfraktion der Linken (Wikipedia: Elif Eralp).

2017 trat sie der Linken bei, seit Mai 2025 ist sie stellvertretende Landesvorsitzende in Berlin. Dem Berliner Abgeordnetenhaus gehört sie seit 2021 an, 2023 wurde sie wiedergewählt (abgeordnetenwatch.de: Profil). Im Oktober 2025 nominierte ihre Partei sie als Spitzenkandidatin für die Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026. Laut dem vorläufigen Ergebnis des Landeswahlleiters wurde Die Linke mit 25,7 Prozent der Zweitstimmen stärkste Kraft (Landeswahlleiter Berlin: Vorläufiges Ergebnis der Abgeordnetenhauswahl 2026). Ende September lud ein Parteitag der Linken SPD und Grüne zu Sondierungen über ein rot-grün-rotes Bündnis ein, beide sagten Gespräche zu. Die Grünen machen eine Klärung beim Thema Antisemitismus zur Voraussetzung (taz, 27. September 2026). Ob Eralp Regierende Bürgermeisterin wird, ist damit offen.

Nach eigener Darstellung liegen ihre Schwerpunkte bei Antirassismus, dem Kampf gegen Antisemitismus, Antifaschismus und Antidiskriminierungsrecht. Sie tritt für die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne und mehr Mieterschutz ein und will Regelungen zum Racial Profiling aus dem Polizeigesetz streichen (abgeordnetenwatch.de).

Ende August 2026 rappte Dahabflex bei einer Wahlkampfveranstaltung der Neuköllner Linken unter anderem gegen die israelische Armee. Eralp zeigte sich "entsetzt" und erklärte: "Ich stehe klar für den Schutz von jüdischem Leben und gegen jede Form von Antisemitismus." Die Verantwortlichen hätten aus ihrer Sicht sofort eingreifen müssen (taz). Nach der Wahl sagte sie im ZDF, Issa Remmo sei zur Wahlparty "nicht eingeladen" gewesen und "wieder rausgeschickt" worden (unsere Einordnung).

Faktenfackel Bewertung

Einordnung

Als Spitzenkandidatin der Wahlsiegerin ist Eralp zur Zielscheibe von Desinformation geworden. Im September 2026 kursierte auf TikTok ein KI-gefälschtes Video, das ihr das Versprechen in den Mund legt, die Berliner Polizei abzuschaffen. Diese Forderung steht nicht im Wahlprogramm ihrer Partei (unsere Einordnung). Wer in sozialen Netzwerken auf angebliche Aussagen von ihr stößt, sollte deshalb zuerst nach einer nachvollziehbaren Originalquelle suchen.

Ihre eigenen Aussagen sind die einer Parteipolitikerin im Wahlkampf und in Koalitionsgesprächen. Bei Zahlen und Tatsachenbehauptungen gilt für sie dieselbe Prüfpflicht wie für jede andere Politikerin. Eine eigene Aussage von ihr haben wir bisher nicht bewertet.

Fazit

Elif Eralp ist Juristin, Abgeordnete und Spitzenkandidatin der Berliner Linken, die die Wahl 2026 als stärkste Kraft abschloss. Bei uns taucht sie bisher als Ziel einer Fälschung auf, nicht als Urheberin geprüfter Aussagen.