Tommy Thormann
AfD-Landtagsabgeordneter aus Sassnitz (Rügen), Fachsprecher seiner Fraktion für Linksextremismus und NGOs

Über die Quelle
Tommy Thormann (Jahrgang 1994, wohnhaft in Sassnitz auf Rügen) ist seit der Landtagswahl am 20. September 2026 Abgeordneter im Landtag Mecklenburg-Vorpommern. Laut abgeordnetenwatch.de gehört er der AfD und ihrer Landtagsfraktion an, gewann das Direktmandat im Wahlkreis Vorpommern-Rügen IV (auf der Landesliste stand er zusätzlich auf Platz 16) und ist von Beruf Lokführer. Die taz nennt ihn einen Ex-Soldaten (taz). Im April 2026 beschrieb ihn der Nordkurier als AfD-Direktkandidaten auf Rügen und Mitglied im Kreisvorstand der AfD (Nordkurier).
Anfang Oktober 2026 berief ihn die AfD-Landtagsfraktion zum Fachsprecher für Linksextremismus und NGOs. Thormann nannte das "eine Ansage, dass wir diese ganzen Strukturen aufdecken werden". SPD-Fraktionschef Julian Barlen sprach von einer bewussten Provokation (Nordkurier).
Frühere Vorfälle
- 6. April 2026, Sassnitz: Ein Video zeigt, wie Thormann bei einer AfD-Veranstaltung einer Linken-Gegendemonstration zurief, man werde sie "in Grund und Boden verbieten", sobald die AfD regiere. Er bestreitet die Zitate nicht, sagt aber, sie seien aus dem Zusammenhang gerissen und hätten sich auf gewaltbereite Linksextreme bezogen (Nordkurier).
- 2019: Laut Belltower.News, das sich auf Katapult MV beruft, war er beim Treffen des damaligen "Flügels" der AfD auf Rügen anwesend (Belltower.News). Das haben wir nicht unabhängig nachgeprüft.
- 20. Oktober 2026, Landtag: Handgeste in einem selbst gedrehten Instagram-Video, siehe unsere Einordnung dazu.
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Faktenfackel Bewertung
Thormann ist seit 2026 AfD-Landtagsabgeordneter und Fachsprecher seiner Fraktion für Linksextremismus und NGOs. Mehrere Berichte schildern, dass er wiederholt mit Provokationen aufgefallen ist. Als Quelle für Tatsachenbehauptungen taugt er wegen dieser Rolle nur eingeschränkt, seine Aussagen zu politischen Gegnern sind Positionierungen und keine neutrale Beschreibung. Ob er rechtsextrem ist, lässt sich aus den vorliegenden Berichten nicht belegen, die Vorwürfe stammen von politischen Gegnern und Medien.
Fazit
Bei Äußerungen über politische Gegner ist Thormann Partei, nicht Beobachter. Seine Aussagen zeigen eine Haltung, Tatsachen belegen sie nicht.