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Migration und Kriminalität

Zahlen, Kriminalstatistik und Faktenchecks ohne Framing

Stand:

Worum geht es?

Dieser Hub ordnet Behauptungen über Migration und Kriminalität anhand veröffentlichter Daten, Faktenchecks und Quellen ein. Er trennt polizeiliche Hellfelddaten, politische Deutung und tatsächliche Belastbarkeit der Zahlen. Ziel ist eine nüchterne Übersicht über PKS, Tatverdächtige, Aufenthaltsstatus und häufige Fehlinterpretationen.

Faktenchecks

Wichtige Faktenchecks

Einordnung

Einordnungen und Hintergründe

Glossar

Begriffe einfach erklärt

Belege
Zitate

Zitate im Kontext

Quellenprofile

Relevante Quellen

Fragen

Häufige Fragen

Was ist bei Kriminalstatistik und Migration besonders wichtig?

PKS-Zahlen zeigen registrierte Tatverdächtige, nicht das gesamte Kriminalitätsgeschehen. Aufenthaltsstatus, Altersstruktur, Kontrollintensität und Anzeigeverhalten müssen mitgedacht werden.

Warum reicht der Ausländeranteil unter Tatverdächtigen nicht als Beleg?

Der Anteil allein erklärt keine Ursachen. Er vermischt verschiedene Gruppen, Altersstrukturen, Aufenthaltsformen, Deliktarten und Kontrollwahrscheinlichkeiten.

Was liefert der Hub zusätzlich zu einzelnen Faktenchecks?

Er verbindet Faktenchecks, Begriffe, Quellen und Hintergrundartikel, damit einzelne Behauptungen im größeren Daten- und Framing-Kontext lesbar werden.

Sind Migranten häufiger kriminell als Deutsche?

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) zeigt einen überproportionalen Anteil ausländischer Tatverdächtiger gegenüber ihrem Bevölkerungsanteil. Dieser Rohwert ist allein aber kein Beleg für eine höhere Kriminalitätsneigung, weil er Altersstruktur, Geschlechterverhältnis, sozioökonomische Lage, Kontrollintensität und ausländerrechtsspezifische Delikte nicht herausrechnet.

Was ist die PKS?

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) ist die jährliche Statistik der von der Polizei aufgeklärten oder bei ihr angezeigten Straftaten. Sie zählt Tatverdächtige, nicht Verurteilte, und bildet nur das Hellfeld ab, also keine Dunkelziffer.

Was ist die Tatverdächtigenbelastungszahl?

Die Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ) ist die Zahl der Tatverdächtigen einer Gruppe pro 100.000 Personen dieser Gruppe in der Bevölkerung. Sie ist der bessere Indikator als der reine Anteil, weil sie auf die Bezugsgröße normiert. Für Ausländer ist sie nur eingeschränkt vergleichbar, weil amtliche Daten zu Aufenthaltsstatus und tatsächlicher Aufenthaltsdauer fehlen.

Welche Delikte sind ausländerrechtsspezifisch?

Verstöße gegen das Aufenthalts- und Asylgesetz, etwa unerlaubte Einreise oder unerlaubter Aufenthalt, können nur von Nicht-Deutschen begangen werden. Werden sie aus PKS-Vergleichen herausgerechnet, schrumpft der Tatverdächtigenanteil von Ausländern deutlich.

Was sagt die Dunkelfeldforschung?

Dunkelfeldstudien wie die Sicherheits- und Kriminalitätsbefragung des BKA zeigen, dass das Anzeigeverhalten je nach Tätergruppe stark schwankt: Taten durch Fremde werden häufiger angezeigt als Taten durch Bekannte. Das verzerrt Gruppenvergleiche im Hellfeld.

Wie hat sich die Ausländerkriminalität entwickelt?

Der Tatverdächtigenanteil von Ausländern ist in den letzten Jahren leicht zurückgegangen, während die Gesamtkriminalität schwankt. Mehrere Faktenchecks und das Bundeskriminalamt warnen vor monokausalen Erklärungen, die Migrationsbewegungen direkt mit Kriminalitätsanstiegen verknüpfen.

Welche Faktoren erklären Unterschiede in der Kriminalstatistik?

Sozioökonomische Lage, Altersstruktur, Geschlechterverteilung, Wohnform (Gemeinschaftsunterkunft vs. eigene Wohnung), Kontrolldichte und Anzeigeverhalten erklären den großen Teil der Unterschiede. Wer diese Variablen kontrolliert, sieht meist keinen oder einen sehr kleinen migrationsspezifischen Effekt.