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Cap Allon

Pseudonymer Autor und mutmaßlicher Betreiber des Klimaleugner-Portals Electroverse. Über seine Person ist öffentlich praktisch nichts bekannt, seine Artikel werden im Klimaleugner-Milieu vielfach weiterverbreitet.

Bildquelle: ©Cap Allon
Bildquelle: ©Cap Allon

Über die Quelle

Cap Allon ist der alleinige unter diesem Namen auftretende Autor von Electroverse und gilt als dessen Betreiber, ohne dass das Portal dies offiziell bestätigt oder eine Biografie zu ihm veröffentlicht (Media Bias/Fact Check: Electroverse). Ob "Cap Allon" der bürgerliche Name der Person ist, lässt sich öffentlich nicht überprüfen. Über Alter, Ausbildung, Wohnort oder eine etwaige fachliche Qualifikation im Bereich Klimawissenschaft liegen keine verifizierbaren Angaben vor (Media Bias/Fact Check: Electroverse). Das journalistische Branchenverzeichnis Muck Rack führt Allon als Autor für Electroverse, Climate Depot und Climate Change Dispatch mit mehr als 800 Artikeln, ebenfalls ohne weitere biografische Angaben (Muck Rack: Cap Allon).

Allons Artikel bestehen überwiegend aus täglichen Wetterberichten, Kälterekorden und Kommentaren zur Sonnenaktivität, die er als Beleg gegen eine menschengemachte Erderwärmung anführt. Das Faktencheck-Portal Science Feedback stufte am 24. März 2020 einen seiner Electroverse-Artikel, der US-Temperaturrekorde als Widerlegung der globalen Erwärmung darstellte, als methodisch fehlerhaft ein: Die USA machen nur rund 2 Prozent der Erdoberfläche aus und eignen sich damit nicht, um globale Erwärmungstrends zu widerlegen (Science Feedback: Temperature trends in the U.S. are consistent with warming around the world, contrary to Electroverse claim).

Texte Allons werden regelmäßig von der deutschen Klimaleugner-Organisation Europäisches Institut für Klima und Energie (EIKE) übersetzt und veröffentlicht, etwa im August 2026 ein Artikel zur abnehmenden Wolkenbedeckung. Darin stellte Allon reale Satellitendaten so dar, als widerlegten sie den Treibhauseffekt. Die begutachtete Studie, aus der seine zentrale Zahl stammt, zieht diesen Schluss nicht; sie nennt Treibhausgase ausdrücklich als einen der wirkenden Mechanismen. Getragen wird der Sprung erst von einer zweiten, fachfremd publizierten Arbeit von Ned Nikolov und Karl Zeller (EIKE: Weniger Wolken erklären 80 Prozent der gestiegenen Einstrahlung).

Faktenfackel Bewertung

Über die Person hinter "Cap Allon" ist öffentlich praktisch nichts verifiziert, weder ein bürgerlicher Name noch eine berufliche Qualifikation im Bereich Klimawissenschaft. Seine Artikel folgen wiederkehrend dem Muster, einzelne Wetterereignisse als Gegenbeweis zur globalen Erwärmung zu präsentieren, ein Vorgehen, das Media Bias/Fact Check als charakteristisch für Electroverse beschreibt und das im Einzelfall bereits von Science Feedback als methodisch fehlerhaft zurückgewiesen wurde.

Fazit

Cap Allon tritt öffentlich nur unter einem nicht verifizierten Namen auf und bietet keine nachprüfbare fachliche Grundlage für seine Klimathesen. Seine Texte sind als Quelle für Klimafragen nicht verlässlich.