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Update September: Was hinter Remigration steckt

Ein Wort hat die Generaldebatte zum Haushalt 2027 geprägt. Bundeskanzler Friedrich Merz nannte "Remigration" am 9. September im Bundestag ein Synonym für ethnische Säuberung, die AfD hielt dagegen, gemeint sei nur die Abschiebung Ausreisepflichtiger. Wir haben uns angesehen, was davon stimmt. Neu sind eine Themenseite, ein Faktencheck, zwei Lagerfeuer-Artikel, zehn Zitate und neun Quellenlinks. Außerdem haben wir sieben bestehende Artikel korrigiert oder aktualisiert.

Remigration

Was die AfD in ihren Programmen fordert, was ihre Politiker gesagt haben, was Gerichte festgestellt haben und welche Zahlen es gibt, bündelt die neue Themenseite Remigration.

Der Faktencheck Meint Remigration bei der AfD nur Abschiebungen? kommt zu einem Ergebnis in zwei Richtungen. Die Formel aus dem Positionspapier von 2024 ist enger als das, was die Partei selbst fordert und vor Gericht vorgetragen hat. Merz' Vorwurf der ethnischen Säuberung überzieht dagegen, gemessen an den Programmtexten. Der Lagerfeuer-Artikel Remigration: Was der Begriff meint verfolgt das Wort vom Fachbegriff der Migrationsforschung über das Konzept von Martin Sellner, das das Bundesverwaltungsgericht im Compact-Urteil als menschenwürdewidrig bewertet hat, bis ins Regierungsprogramm der AfD Sachsen-Anhalt.

Von Zitat: Björn Höckes Gesprächsband von 2018 bis zu Zitat: Bernd Baumanns Antwort auf Merz reichen die zehn neuen Zitate. Zitat: René Springers Liste von acht Gruppen ordnen wir Punkt für Punkt rechtlich ein: Einiges davon ist längst geltendes Recht, anderes ist nur in engen Grenzen möglich oder mit dem Grundgesetz nicht vereinbar.

Generaldebatte

Generaldebatte: Weidel und Merz im Faktencheck prüft die Reden beider Seiten. Bei Alice Weidel stimmt einiges, anderes ist zugespitzt oder falsch. Merz' Kritik an der AfD ist in der Sache oft nachvollziehbar, zwei Vorwürfe fallen aber auf ihn selbst zurück: den Wortbruch hielt man ihm nach seinem Kurswechsel bei der Schuldenbremse ebenfalls vor, und den Passentzug für schwerkriminelle Doppelstaatler hatte er Anfang 2025 selbst vorgeschlagen. Ergänzend haben wir einen Video-Faktencheck zu Weidels Rede geprüft, der meist richtig liegt, an einzelnen Stellen aber selbst überzieht.

Übergriffe auf die Presse

Im Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt hat die Journalistengewerkschaft dju 46 Übergriffe auf Medienschaffende gezählt. Den schwersten Einzelfall, die Bedrängung einer Spiegel-Journalistin auf der AfD-Wahlparty durch einen rechtsextremen Streamer, bestätigt eine unabhängige Zeitungsrecherche. Die Gesamtzahl stammt bislang allein aus der Dokumentation der Gewerkschaft.

Korrekturen und Aktualisierungen